Attention CHOP clinicians: patient education should be printed and assigned via EPIC's Teaching Library.
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Kindervorsorgeuntersuchung: 6 bis 10 Jahre

Nehmen Sie die Vorsorgeuntersuchungen für Ihr Kind auch wahr, wenn es gesund ist. Diese Untersuchungen stellen sicher, dass die Gesundheit Ihres Kindes durch vorgesehene Impfungen und Gesundheitsvorsorge geschützt wird. Der Kinderarzt/die Kinderärztin untersucht hierbei außerdem das Wachstum und die Entwicklung Ihres Kindes. In diesem Informationsblatt wird beschrieben, was Sie erwarten können.

Schwierigkeiten in der Schule und im Sozialverhalten

Junge in der hinteren Reihe des Klassenzimmers, macht einen unbeteiligten Eindruck.
Schwierigkeiten in der Schule können ein Hinweis auf Gesundheits- oder Entwicklungsprobleme eines Kindes sein. Sprechen Sie mit dem Kinderarzt/der Kinderärztin, wenn Ihr Kind Schwierigkeiten in der Schule hat.

Hier sind einige Themen, die Sie, Ihr Kind und der Kinderarzt/die Kinderärztin möglicherweise während dieses Termins besprechen möchten.

  • Lesen. Liest Ihr Kind gerne? Liest Ihr Kind auf dem für seine Altersgruppe entsprechenden Niveau? 

  • Freundschaften. Hat Ihr Kind Freunde in der Schule? Wie kommen sie miteinander zurecht? Mögen Sie die Freunde Ihres Kindes? Haben Sie irgendwelche Bedenken bezüglich der Freundschaften Ihres Kindes oder gibt es Probleme mit anderen Kindern, wie beispielsweise Mobbing?

  • Aktivitäten. Was macht Ihr Kind gerne? Nimmt es an außerschulischen Aktivitäten wie Sport, Pfadfindern oder Musikschule teil? 

  • Familienleben. Wie läuft es zu Hause? Hat Ihr Kind gute Beziehungen zu den anderen in der Familie? Redet es mit Ihnen über seine Probleme? Wie ist das Verhalten Ihres Kindes zu Hause? 

  • Verhalten und Teilnahme in der Schule. Wie verhält sich Ihr Kind in der Schule? Hält es sich an die Klassenraumroutine und nimmt an Gruppenaktivitäten teil? Was sagen die Lehrer über das Verhalten Ihres Kindes? Werden die Hausaufgaben pünktlich erledigt? Helfen Sie oder andere Familienmitglieder bei den Hausaufgaben?

  • Pflichten im Haushalt. Hilft Ihr Kind im Haushalt und übernimmt Aufgaben wie Müllrausbringen oder Tischdecken?

Tipps zu Ernährung und Bewegung

Wenn Sie Ihrem Kind gesundes Essen und einen gesunden Lebensstil beibringen, kann dies zu Gesundheit bis ins hohe Alter führen. Gehen Sie mit Ihren Worten und Taten mit einem guten Beispiel voran, um Ihrem Kind dabei zu helfen. Denken Sie immer daran; gute Gewohnheiten, die sich Ihr Kind jetzt angewöhnt, werden ein Leben lang bleiben. Hier sind einige Tipps:

  • Helfen Sie Ihrem Kind dabei, sich jeden Tag mindestens 30 bis 60 Minuten lang beim Spielen aktiv zu bewegen. Viel Bewegung trägt zur Gesundheit Ihres Kindes bei. Gehen Sie in den Park, fahren Sie Fahrrad oder spielen Sie aktive Spiele wie Fangen oder Ball.

  • Beschränken Sie die „Bildschirmzeit“ auf 1 Stunde pro Tag. Hierzu gehören Fernsehschauen, Videospiele, am Computer sitzen und das Handy benutzen. Wenn Ihr Kind einen Fernseher, Computer oder eine Videospielkonsole in seinem Zimmer stehen hat, ersetzen Sie diese mit einer Musikanlage. Vielen Kindern macht es Spaß, zu tanzen und zu singen und sich so zu bewegen.

  • Lassen Sie Ihr Kind nicht zu viele zuckerhaltige Getränke trinken. Limonade, Saft und Sportgetränke führen zu ungesunder Gewichtszunahme und Karies. Wasser, fettarme und fettfreie Milch sind die besten Getränke. In Maßen, (pro Tag 180 ml (6 Flüssigunzen) für ein 6-jähriges Kind und 360 ml (12 Flüssigunzen) für ein Kind von 7 bis 10 Jahren) ist 100%iger Fruchtsaft in Ordnung. Heben Sie sich Limonade und andere zuckerhaltige Getränke für besondere Anlässe auf. 

  • Geben Sie Ihrem Kind nährstoffreiche Lebensmittel. Haben Sie immer verschiedene gesunde Lebensmittel als Snack bereit; zum Beispiel frisches Obst und Gemüse, Magerfleisch und Vollkorn. Geben Sie Ihrem Kind nur selten Essen wie Fritten, Süßigkeiten und Knabberzeug. 

  • Servieren Sie kindergerechte Portionen. Kinder brauchen nicht so viel Essen wie Erwachsene. Geben Sie Ihrem Kind Portionen, die angemessen für sein Alter und seine Größe sind. Lassen Sie Ihr Kind aufhören zu essen, wenn es satt ist. Wenn Ihr Kind nach einer Mahlzeit noch hungrig ist, bieten Sie ihm mehr Gemüse oder Obst an.

  • Fragen Sie den Kinderarzt/die Kinderärztin zum Gewicht Ihres Kindes. Ihr Kind sollte jedes Jahr 2 bis 3 Kilogramm (4 bis 5 Pfund) an Gewicht zunehmen. Sprechen Sie mit dem Kinderarzt/der Kinderärztin über gesunde Essgewohnheiten und Empfehlungen zur Bewegung, wenn Ihr Kind mehr als das zunimmt.

  • Gehen Sie mit Ihrem Kind mindestens zweimal im Jahr für eine Zahnreinigung und Vorsorgeuntersuchung zum Zahnarzt.

Tipps zum Schlafen

Da Ihr Kind jetzt in die Schule geht, ist es noch wichtiger, dass es nachts gut schläft. In diesem Alter benötigt Ihr Kind ungefähr 10 Stunden Schlaf pro Nacht. Hier sind einige Tipps:

  • Legen Sie eine Schlafenszeit fest und stellen Sie sicher, dass sich Ihr Kind jeden Abend daran hält.

  • Fernsehen, Computerspielen und Videospiele können Ihr Kind aufdrehen und es ihm erschweren, abends zur Ruhe zu kommen. Schalten Sie diese Geräte mindestens eine Stunde vor dem Zubettgehen aus. Lesen Sie stattdessen ein Kapitel eines Buches zusammen.

  • Erinnern Sie Ihr Kind daran, vor dem Zubettgehen die Zähne zu putzen und Zahnseide zu benutzen. Kontrollieren Sie die Zahnpflege Ihres Kindes unmittelbar, um sicherzugehen, dass sowohl die hinteren als auch die vorderen Zähne geputzt werden.

Tipps zur Sicherheit

Zu den Empfehlungen, um Ihr Kind zu schützen, gehören die folgenden: 

  • Wenn Ihr Kind Fahrrad fährt, sollte es einen Helm tragen und der Kinnriemen sollte geschlossen sein. Beim Rollschuhlaufen, Inliner- oder Rollerfahren oder beim Skaten ist es am sichersten, Schoner an Handgelenken, Ellbogen und Knien und einen Helm zu tragen.

  • Ihr Kind sollte solange, bis es größer als 1,45 m (4 Fuß 9 Zoll) ist, weiterhin in einem Kindersitz sitzen. Ab dieser Körpergröße sitzt der Sicherheitsgurt korrekt über dem Schlüsselbein und der Hüfte Ihres Kindes. Fragen Sie den Kinderarzt/die Kinderärztin, wenn Sie Fragen dazu haben, ab wann Ihr Kind keinen Kindersitz mehr benötigt. Alle Kinder unter 13 Jahren sollten auf der Rückbank sitzen.

  • Bringen Sie Ihrem Kind bei, nicht mit Fremden zu sprechen oder mit Fremden mitzugehen.

  • Bringen Sie Ihrem Kind schwimmen bei. In vielen Gemeinden gibt es kostengünstige Schwimmkurse. Lassen Sie Ihr Kind nicht unbeaufsichtigt in einem Pool spielen, auch wenn es schon schwimmen kann.

Impfungen

Entsprechend der Empfehlungen der amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Centers for Disease Control and Prevention, CDC) kann Ihr Kind bei diesem Termin die folgenden Impfungen erhalten:

  • Diphtherie, Tetanus und Keuchhusten (nur mit 6 Jahren)

  • Humane Papillomviren (HPV) (ab 9 Jahren)

  • Influenza (Grippe), jährlich

  • Mumps, Masern, Röteln (6 Jahre)

  • Polio (6 Jahre)

  • Varizellen (Windpoken) (6 Jahre)

Bettnässen: Es ist nicht die Schuld Ihres Kindes

Bettnässen oder Wasserlassen während des Schlafens kann sowohl für Sie als auch für Ihr Kind frustrierend sein. Meistens ist es jedoch kein Zeichen für ein schwerwiegendes Problem. Der Körper Ihres Kindes braucht vielleicht einfach mehr Zeit, um sich zu entwickeln. Wenn ein Kind plötzlich mit dem Bettnässen beginnt, liegt der Grund dafür oft in einer Lebensveränderung (zum Beispiel, wenn es in die Schule kommt) oder einer Stresssituation (wie die Geburt eines Geschwisterchens). Was aber auch der Grund sein mag, Ihr Kind hat keine direkte Kontrolle darüber. Wenn Ihr Kind ins Bett macht:

  • Denken Sie daran, dass Ihr Kind nicht absichtlich ins Bett macht. Bestrafen oder necken Sie Ihr Kind niemals wegen des Bettnässens. Bestrafungen oder Beschämen können dazu führen, dass das Problem eher schlimmer als besser wird.

  • Bleiben Sie positiv und unterstützen Sie Ihr Kind, um ihm zu helfen. Loben Sie Ihr Kind, dass es nicht ins Bett gemacht hat und auch dafür, dass es versucht hat, trocken zu bleiben.

  • Geben Sie Ihrem Kind zwei Stunden vor dem Zubettgehen nichts mehr zu trinken.

  • Erinnern Sie Ihr Kind daran, vor dem Schlafengehen auf die Toilette zu gehen. Sie könnten es auch aufwecken, bevor Sie ins Bett gehen, damit es dann noch einmal zur Toilette gehen kann.

  • Wechseln Sie die Laken und den Schlafanzug routinemäßig, wenn das Kind ins Bett macht. Versuchen Sie diese Routine so ruhig und geordnet durchzuführen wie möglich. Das wird sowohl Ihnen als auch Ihrem Kind helfen, sich zu sehr aufzuregen oder zu frustriert zu werden, um danach weiterzuschlafen.

  • Hängen Sie einen Kalender oder ein Schaubild auf, und geben Sie Ihrem Kind ein Sternchen oder einen Sticker für die Nächte, in denen es nicht ins Bett macht.

  • Ermutigen Sie Ihr Kind, aus dem Bett zu steigen und auf die Toilette zu gehen, wenn es nachts aufwacht. Bringen Sie Nachtlichter im Schlafzimmer, Flur und im Badezimmer an, damit Ihr Kind sich sicherer fühlt, wenn es zur Toilette geht.

  • Wenn Sie Sorgen wegen des Bettnässens haben, besprechen Sie diese mit dem Kinderarzt/der Kinderärztin.

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